• 13. März 2013
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Das Anagagebirge, von den Spaniern Macizo de Anaga genannt, bildet den Schnabel Teneriffas. Das wild zerklüftete, vulkanische Gebirge erhebt sich am Cruz de Taborno auf über 1000 m Höhe und wurde in den 1990ern zum Naturpark erklärt.

Die Fahrt in das Anagagebirge beginnt man am besten bei La Laguna und orientiert sich auf der kurvigen Panoramastraße Richtung La Mercedes. Unterwegs bieten sich durch den dichten Lorbeerwald hindurch immer wieder herrliche Blicke über beide Seiten der Insel.

Das Anagagebirge ist wegen seiner Häufigkeit an Regen und Nebel die feuchteste Region Teneriffas. Interessanterweise lag hier früher der Flughafen Teneriffas, der heute als Tenerife Norte interkanarische Flüge durchführt.
Besonders schön ist das Panorama über die Insel vom Mirador Pico del Inglés am Rande des Anagagegebirges. Der Besuch hier lohnt sich vor allem am Spätabend bei klarer Sicht. Leider ist der Aussichtspunkt aber sehr gut besucht und unruhig, vor allem in der Hochsaison.
Wir haben jedoch einen Geheimtipp, der neben dem Inselpanorama interessante Möglichkeiten zur Beobachtung des Flughafens bietet: das International Tenerife Memorial, das an die größte Katastrophe der zivilen Luftfahrt im Jahre 1977 erinnern soll.

Wenn die Panoramastraße in Benijo endet, lohnt sich eine Wanderung in das ursprüngliche Gebirge. Wir empfehlen vor allem die Wege ab Chamorga, dem kanarischen Ende der Welt, das dem romantischen Idyll „Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“ eine Bedeutung gibt. Welchen Weg man ab hier nehmen möchte, ist Geschmackssache, auf keinen Fall sollte man sich aber davon abhalten lassen, in den dichten Wald hinein zu wandern. Zwar gibt es hier im Norden Teneriffas auch zwei Strände, das Baden oder Surfen ist aufgrund der lebensgefährlichen Strömungen jedoch verboten.

Im Nordwesten des Anagagebirges liegt der Bosque de la Mercedes, der Mercedeswald. Die meisten Touristen fahren durch ihn hindurch, eine Wanderung in die schöneren, nicht über die Straße ersichtlichen, Teile des Waldes lohnt sich jedoch. Hier ist die Vegetation üppig und bieten sich durch die Bäume hindurch schöne Aussichten über die Hochebene von La Laguna. Idyllisch fügen sich die kleinen Gebirgsdörfer in die Landschaft ein, die besonders im Nebel wie ein dichter, unheimlicher Dschungel wirkt.

Auf dem Rückweg lohnt sich ein Abstecher nach Taganana, dem malerischsten Örtchen Teneriffas. Da die Straße in das Dorf sich über ein Gefälle von 16 % windet, empfehlen wir nur guten Fahrern die Anfahrt. Man sollte das Auto im Ortskern stehen lassen und Taganana bei einem kurzen Spaziergang besichtigen. Wer sich für kanarische Architektur interessiert, der sollte die hübsche Kirche Nuestra Señora de las Nieves y San Blas besuchen.
Aber auch alle anderen Ortschaften des Anagagebirges, beispielsweise La Mercedes sind einen Besuch wert, da sich Teneriffa und seine Bewohner hier noch ursprünglich zeigen.

Der Besuch des Anagagebirges lohnt sich vor allem im Frühjahr, wenn Ginster, Lorbeer und Erika blühen. Im Winter können die Serpentinen wegen schlechter Wetterverhältnisse gefährlich sein, dann ist besondere Vorsicht geboten und kann es zu Straßensperrungen kommen.

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