Das Teno-Gebirge, das im Spanischen Macizo de Teno heißt, befindet sich im Nordwesten der Insel. Das Gebirge, das sich bis auf über 1300 m erhebt, gehört mit einem Alter von 17 Millionen Jahren zu den ältesten Regionen Teneriffas und entstand zunächst als eigene Insel. Dies erklärt, dass die Ortschaften des Teno-Gebirges noch immer außerhalb und abseits gelegen erscheinen, als ob sie eine eigenständige Insel bilden würden.

Die Anfahrt in das Teno-Gebirge erfolgt über die Landstraße Richtung Buenavista del Norte oder Masca, die erst vor wenigen Jahren gebaut wurde. Der Ort ist eines der wichtigsten Landwirtschaftszentren Teneriffas mit vielen, teilweise für Besucher zugänglichen, Bananenplantagen.
Von der Punta del Teno bei Buenavista del Norte, einem idyllischen Badestrand, sollte man sich den Blick in Richtung La Gomera nicht entgehen lassen. Wer besonders schöne Aussichten über das Meer genießen möchte, besucht die Punta del Teno am Nachmittag.

Die Straße in das Teno-Gebirge ist sehr serpentinenreich und nur für gute Fahrer geeignet, denn nicht selten begegnet man großen Reisebussen und sollte entsprechend wendig auf diese reagieren können. Noch immer sind das Teno-Gebirge und die Ortschaften gut zu Fuß erreichbar, da viele Bewohner die Straße meiden und eine Wanderung bevorzugen. Man schätzt hier das abgeschiedene, ruhige Leben.

Das Teno-Gebirge eignet sich hervorragend für ruhige Wanderungen auf der lebhaften Insel. Schöne Wanderwege führen vor allem im Norden des Teno-Gebirges durch den dichten Kiefernwald.
Die beliebteste Wanderroute führt von Masca, einem der bekanntesten und idyllischsten Orte Teneriffas, über die Felsschluchten, die sogenannten Barrancos, an die Küste. Innerhalb kurzer Zeit müssen hier 500 Höhenmeter überwunden werden. Die dreistündige Wanderung sollte man nur mit festem Schuhwerk und bei guter Kondition einplanen und aufgrund der steilen Route ein Wassertaxi für den Rücktransport ordern. Die Bergaufwanderung ist auch für Wandererfahrene anspruchsvoll. Da es im kleinen Örtchen Masca nur wenige Parkplätze gibt und Parken als Glückssache beschrieben wird, empfehlen wir, die Wanderung inklusive Bustransfer, Wassertaxi und Reiseleitung bei einem örtlichen Veranstalter als Paket zu buchen oder die Wanderung frühmorgens zu beginnen.

Wer mit Kindern reist, sollte den Camello Park bei El Tanque besuchen. Von hier aus dürfen die Besucher gegen ein geringes Entgelt das Teno-Gebirge auf Kamelen erkunden. Im angeschlossenen Restaurant können sich Groß und Klein stärken und Souvenirs einkaufen.
Erwachsenen und Paaren ohne Kinder raten wir, El Tanque zu meiden und eher das hübsche, wenngleich touristisch aufstrebende, Dorf Los Silos zu besuchen. Hier findet man gut erhaltene kanarische Häuser mit typischen Holzbalkonen und günstige einheimische Restaurants.

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